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C. G. Jung betont in seinem Vorwort, Komplexe hätten nicht nur obsedierenden, sondern oft geradezu possedierenden Charakter und durchkreuzten die Anpassungsleistung des Bewußtseins (IX). Eine „zentrale Emotion“ bilde als individuelle Erwerbung einen affektgeladenen Mittelpunkt, dessen Äußerungen auf einem Knäuel von Assoziationen beruhten, die sich um den Komplex anhäuften. Die Variabilität der Komplexe habe sich als begrenzt und zu bestimmten Kategorien gehörig erwiesen (Minderwertigkeits-, Macht-, Vater-, Mutter-, Angstkomplex usw.). Jung schließt daraus, Komplexe beruhten auf entsprechend typischen Grundlagen, d. h. emotionalen Bereitschaften bzw. Instinkten (X). Instinkte hätten einen dynamischen und einen formalen Aspekt. Den Phantasiebildern des formalen Aspektes komme „gleich wie den Trieben ein relativ autonomer Charakter zu, d. h., sie sind numinos und können deshalb am allermeisten im Gebiete numinoser, d. h. religiöser Vorstellungen aufgefunden werden“. Dieser „formale Aspekt des Instinkts“ heißt bei Jung „Archetypus“ (X).
In ihrer eigenen Einführung bezeichnet J. Jacobi es als ihre Aufgabe, drei grundlegende Begriffe der Jungschen Lehre, die besonders oft zu Mißverständnissen Anlaß gaben, „abzugrenzen und zu durchleuchten“, als ein „Beitrag auf dem Weg zur ersehnten ‚Sprachverständigung'“ (Seite 6). Das Buch besteht aus zwei Hauptteilen: im ersten werden Komplex, Archetypus, Symbol in engster Anlehnung an Jungsche Originalstellen interpretiert und amplifiziert; im zweiten Teil wird unter dem Titel