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Der Verfasser will „nicht von einem vorher festgelegten Gesichtspunkt, von nur einer Lehrmeinung her das Allergieproblem aufrollen, sondern einfach offen sein für das, was sich uns bei den Überlegungen und der Auseinandersetzung mit dem kranken Menschen zeigt“. Er will bei der Überprüfung der Lehre von den allergischen Erkrankungen versuchen, „die Krankheitserscheinungen aus sich selbst heraus zu verstehen, ohne sie voreilig durch Begriffsbestimmungen festzulegen, die wir von außen her an das Phänomen herantragen würden“.
In diesem Vorsatz liegt ein Hauptvorzug dieses instruktiven, höchst lesenswerten Buches, das einen daseinsanalytischen Beitrag zur Psychosomatik darstellt, freilich auch eine der Hauptschwierigkeiten für denjenigen Leser, der die Grundpositionen Schwöbels nicht kennt oder nur mit deren medizinischen, aber nicht mit deren philosophischen Prämissen vertraut ist. Denn diese zwingen den Verfasser zu ähnlich einseitiger Auswahl dessen, was für ihn in Erscheinung tritt, und zu ähnlich einseitiger Akzentuierung wie einen Forscher, der an Krankheitserscheinungen als leidenschaftlicher Allergieforscher oder als entschiedener Reflexphysiologe herangeht. So vermeidet er zwar einerseits peinlich alle Festlegungen auf geläufige medizinische Terminologie und versucht dadurch die Chance zu wahren, allem Erscheinenden vorurteilslos zu begegnen. (Dabei kann dem mit der Sache Vertrauten keineswegs entgehen, daß von vorneherein eben doch eine ganz bestimmte Terminologie angewandt wird.) Andererseits muß dadurch aber die sprachliche Präzision leiden, ohne daß verhindert wird, daß das Buch eine festlegende Grundkonzeption verrät, auch wenn Ausdrücke wie Daseinsanalyse möglichst vermieden und die Heideggersche Terminologie weitestgehend unterdrückt wird. Man ist von der Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit dieser terminologischen Askese nicht recht überzeugt. Manche auf solche Weise erzielte Übereinstimmung dürfte doch nur eine scheinbare sein, mancher Gegensatz nur scheinba