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Der an der Universitätsklinik zu Louvain arbeitende Verfasser versucht in diesem Buch, dem eine Bibliographie von 427 Arbeiten angefügt ist, die verschiedenen zum Thema Psychosomatik in näherer oder fernerer Beziehung stehenden Aspekte, Hypothesen und Befunde zusammenzutragen und ein Stück weit miteinander in Einklang zu bringen. Es ist ihm gelungen, ein recht umfassendes Bild des zur Verfügung stehenden Materials zu bringen, wobei er die anthropologischen, psychoanalytischen und psycho-physiologischen Gesichtspunkte besonders hervorhebt. Auch die Beziehung neuro-anatomischer und physiologischer Aspekte und endokriner Prozesse zu den psychodynamischen Funktionen fehlt nicht. In zwei Kapiteln wird einiges über das Erleben des eigenen Körpers und den Schmerz zuzusammengestellt und zum Schluß kurz auf die Psychotherapie der psychosomatischen Störungen eingegangen.
Bedauerlich erscheint es der Ref., daß die verschiedenen Gesichtspunkte so unabgegrenzt in den Text verwoben sind, daß man nie genau weiß, wann sich das Gebrachte auf diesen oder jenen Autor bezieht oder wann es die Auffassung des Verfassers darstellt. So erscheint das Buch durchaus empfehlenswert, um einen allgemeinen Eindruck zu gewinnen, nicht jedoch, um sich ein dem Einzelnen gerecht werdendes Urteil über die verschiedenen Gesichtspunkte zu bilden, die bei der Fülle des Materials kaum anders als andeutungsweise wiedergegeben werden können. So liegt in der Reichhaltigkeit der Vorteil und zugleich Nachteil dieser Zusammenstellung.