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Die Arbeit fußt auf einer im Psychol. Institut Münster erschienenen Dissertation von L. Kemmler, welche 500 Trotzreaktionen von Kleinkindern psychologisch analysierte.
Es werden folgende Wesensmerkmale des kindlichen Trotzes angeführt: Jeder Trotzanfall folgt reaktiv auf eine gegen das Kind gerichtete Handlung des Erwachsenen. Er ist eine vom Kind nicht beabsichtigte Kurzschlußreaktion, zeigt das Bild einer diffusen Ablehnung und führt zum völligen Kontaktverlust des Kindes zur Umgebung. Dabei ist im Trotzanfall meist keine Beziehung mehr zum Anlaß der Störung festzustellen. Nach den Untersuchungen Kemmlers läßt sich das Trotzalter bei gesunden Kindern mit geringer Schwankungsbreite auf die Zeit von 1 ½ bis 3 Jahre festlegen. Nach einer ausführlichen Abgrenzung des kindlichen Trotzes gegenüber