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Wenn in einer Zeit, in der Kongresse über Fragen der Jugendverwahrlosung und Jugendkriminalität an der Tagesordnung sind, ein Unternehmen wie das „Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands“ in zehnjähriger Aufbauarbeit ein Werk geschaffen hat, in dem zur Zeit in 23 Jugenddörfern mehr als 4000 entwurzelte und heimatlose Jugendliche untergebracht, erzogen und beruflich ausgebildet werden, so darf man bei einer Diskussion über Probleme der heutigen Jugendführung an solchen offenbar gelungenen Versuchen der Bildung neuer Gesellschaftsformen nicht vorübergehen.
Knirck, der an führender Stelle dieser Institution tätig ist, gibt in seinem Buch ein Resumé über den Aufbau des Jugenddorfwerkes. Es spricht daraus die Leidenschaft des Jugenderziehers für sein Werk, das, in der einmaligen Situation des Nachkriegsdeutschland gewachsen, durchaus den Boys Towns Pater Flanagans, wie den Erziehungskolonien Makarenkos gleichzusetzen ist. Das vom Verfasser geschilderte Leben in den Jugenddörfern mit seinen vielgestaltigen beruflichen, musischen und anderen Bildungsmöglichkeiten, der in