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Die Bedeutung der Abwehrmechanismen des Ich und deren korrekte Interpretation in den verschiedenen Behandlungsphasen werden diskutiert. Die Handhabung der Übertragung, die Widerstandsdeutung und das Durcharbeiten unbewußter Phantasien in der ersten Zeit der Behandlung haben sich nach Stärke und Integration des Ich, der Kontaktfähigkeit und manifesten Angst des Patienten vor Therapiebeginn zu richten.
Bei Charakter- und Psychoneurosen mit relativ guter Äußerungsmöglichkeit und wenig offener Angst ist eine parallellaufende Deutung von Es-Inhalten und IchAbwehr zulässig.
Bei schweren Psychoneurosen und bereits vorbehandelten Patienten ist schon der erste Widerstand als Übertragungswiderstand anzusehen und als ein solcher von Anfang an zu behandeln.
Bei Borderline-Cases bildet die Abwehr gegen die Übertragung das Hauptproblem, das in allererster Linie überwunden werden muß.
Die Autorin zeigt an Hand einer Fallbesprechung die Konsequenzen einer Vernachlässigung dieser Regeln. Es handelt sich um eine Patientin mit sehr schwacher Ich-Integration, die ihre Angst nur mit Hilfe frühester Abwehrmechanismen durch Projektion, Introjektion und Negation bannen konnte. Nur durch eine sofort einsetzende Übertragungsdeutung war es möglich, die dissoziierten Ich-Anteile und -Strebungen, welche sich lediglich als projektive und introjektive Ich-Identifikationen manifestierten, zu erfassen. Der Umschlag von einer Identifikation mit dem Angreifer in eine Identifikation mit dem Opfer und die Abspaltung ganzer Ich-Teile mit ihren Emotionen und Erfahrungen sind die Crux solcher Behandlungen, die wegen der fluktuierenden Übertragung ohnehin besonders schwierig sind.
Die Projektion ist der adäquate Abwehrmechanismus der frühen Kindheit; mit Hilfe der projektiven Identifikation schafft das Kind neue Beziehungen, bei denen es Ersatzbefriedigungen finden kann. In dieser Zeit, in der die Differenzierung zwischen Ich und Außenwelt noch unscharf ist und die Angst in erster