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Nachdem der Autor schon früher (1926 bis 1933), damals noch ganz auf der Grundlage der Freudschen Libidotheorie aufbauend, wesentliche Beiträge zum Suchtproblem geleistet hatte, gibt er in der vorliegenden Arbeit eine Interpretation der Sucht und der süchtigen Persönlichkeit im Lichte der von ihm inzwischen entwickelten Lehre über die psychodynamische Anpassung1.
Alle Arzneistoffe, die schmerzmindernd, enthemmend und aktionsfördernd wirken und damit einen „narkotischen Lusteffekt“ erzeugen, nennt er suchtbildend. Suchtgefährdet sind Individuen, die sowohl biochemisch wie psychodynamisch gesehen spezifische Disposition haben. Während die erstere Gruppe von ihm nicht näher erläutert wird, vielleicht auch nur als vom psychosomatischen Grundkonzept abgeleitetes Postulat zu verstehen ist, wird die psychodynamische Disposition (1) in Intoleranz