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Unter den zahlreichen kritischen Stimmen zu den Arbeiten K. H. Schäfers und seiner Mitarbeiter findet sich die des Verfassers, der sich seit Jahren mit dem Problem der Bauchschmerzen im Kindesalter beschäftigt hat. Er warnt vor der Überbewertung klinisch-diagnostischer Ergebnisse, insbesondere der Rö.-Befunde. Es handle sich bei Kindern mit Nabelkoliken oft um Konstitutionsvarianten des Lymphatismus, mit entsprechenden Veränderungen am Darmschleimhautrelief und den zugehörigen Lymphknoten, im Sinne der sogenannten nicht sklerosierenden Ileitis (catarrhalische Ileitis terminalis nach Lassrich). Er erhob ähnliche Rö. Befunde auch bei Lymphatikern und Neuropathen, die nicht das Symptom der Nabelkoliken aufwiesen.
Nitsch fand unter 438 Kindern 12 Magen- und Duodenalulcera. Er diskutiert als Ursache der Nabelkoliken eine Motilitätsneurose des Magen- und Dünndarmes bei neuropathischer Diathese des Kindes. Die häufigen Migräne-Äquivalente dieser Kinder weisen auf die zugrunde liegende neurozirkulatorische Dystonie hin. Bei 50 % der Kinder führte allein der Milieuwechsel in eine Klinik oder ein Heim zur Anfallsfreiheit.