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Das Ulcusleiden wird im Gegensatz zu früher jetzt häufiger schon bei Schulkindern angetroffen. Die Verfasser erhoben an der Hamburger Univ. Kinderklinik in den letzten fünf Jahren 31 sichere und 20 wahrscheinliche Ulcus-befunde. Auf 26 Duodenalulcera kamen 5 Magengeschwüre. Eine eindeutige Geschlechterdifferenz bestand nicht. Die Mehrzahl der Kinder erkrankte nach dem 10. Lebensjahr. Das klinische Bild der Ulcuskrankheit entspricht beim älteren Kinde mehr dem des Erwachsenen, während jüngere Kinder meist uncharakteristische Beschwerden im Sinne der sogenannten Nabelkoliken äußern. Es muß daher bei jedem Kind mit Nabelkoliken an ein beginnendes Ulcusleiden gedacht werden, worauf erstmals Peiper 1938 auf Grund von Rö. Befunden hingewiesen hat. Im Gegensatz zu anderen Autoren, die bei jedem kindlichen Ulcus zur Operation raten, halten die Verfasser diese nur bei bedrohlichen Komplikationen (Stenose, Blutung, Perforation) für notwendig. Sie wurde in zwei Fällen durchgeführt. Katamnesen über die Behandlungsergebnisse liegen in dieser Arbeit nicht vor.
Die Frage nach dem „Vererbungsmodus“ des Ulcusleidens wird ausführlich ventiliert. Von 24 Fällen wurden genaue Familienanamnesen erhoben: In 7 Fällen lag ein Ulcusleiden der Eltern, in weiteren 9 Fällen ein solches bei näheren Verwandten, teilweise gehäuft in der Familie, vor. Es erwiesen sich 15 Fälle (62,5 %) als familiär mit Ulcusleiden und insgesamt 20 Fälle (83 %) mit allgemeinen Magenleiden belastet. Viermal fand sich je ein Ulcus bei Vater und Sohn, dreimal bei Vater und Tochter.
Die Verfasser glauben, daß besondere Umweltmomente bei bestehender Erbanlage den frühen Ausbruch des Ulcusleiden bedingen. Die häufige direkte erbliche Belastung in der Aszendenz spräche gegen einen (früher angenommenen) rezessiven Erbgang. Dagegen