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In Bestätigung der Arbeiten von Lassrich, Lenz und Schäfer weisen die Verfasser an Hand des Krankenmaterials der Leipziger Univ.-Kinderklinik auf die Zunahme des Ulcusleidens im Kindesalter hin. Bei systematischen Röntgen-Untersuchungen aller an Bauchschmerzen erkrankten Kindern im Alter von ein bis sechzehn Jahren stellten sie in den Jahren 1948-1955 37 sichere Ulcera und 93 Gastritiden bzw. Gastro-Duodenitiden fest. Die Sicherung der Ulcusdiagnose erfolgte durch den Röntgen-Befund: Es ergaben sich 33 Duodenal- und 5 Magenulcera.
Im Gegensatz zum Erwachsenen erhält man vom Kind oft nur unklare Angaben über Lokalisation und Art der Schmerzen, die bei der Hälfte der Kinder schon vor dem zehnten Lebensjahr erstmals auftraten. Viele Kinder wiesen Zeichen einer vegetativen Stigmatisation auf.
Die Verfasser fanden gleichfalls eine Häufung von Magenleiden in den Familienanamnesen dieser Kinder: 16mal waren Ulcusträger in der Familie. Wiederholt wurden außerdem Gastritiden und nervöse Magenleiden in der Ascendenz angegeben.
Unter klinischer Diät- und Ruhebehandlung wurden alle Kinder bis auf eines in 4-6 Wochen beschwerdefrei. Jedoch wurden 7 Kinder wieder rückfällig, davon 2 wiederholte Male. Auch unter den inzwischen Herangewachsenen waren 6, die sich erneut in stationäre Behandlung begeben mußten. Vier Kinder und Jugendliche wurden wegen callöser bzw. penetrierender Ulcera operiert.
Katamnesen, die ein bis acht Jahre nach der Behandlung erhoben wurden, ergaben bei 20 von 30 Ulcuspatienten, sowie bei der Mehrzahl der Gastritispatienten eine Fortdauer der Beschwerden, die von Verfassern auf röntgenologisch nachgewiesene Folgeerscheinungen der Ulcera (Narbenbildung usw.) zurückgeführt werden.