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Im folgenden soll eine — notgedrungen durchaus fragmentarische — Übersicht über Probleme gegeben werden, die, ursprünglich dem Bereich der Philosophie (der Ontologie, der Metaphysik) zugehörig, sich immer mehr als recht eigentlich psychologische Probleme erweisen und gerade für die Tiefenpsychologie belangreich geworden sind. Aber im Gebiete der Tiefenpsychologie selber und ihrer praktischen Anwendung, der Psychotherapie, zeigt sich neuerdings ein wachsendes Bedürfnis nach philosophischer Durchdringung. Genauer: es wird immer klarer, daß die hier hervortretenden wissenschaftlichen und praktischen Fragen sich nicht, wie man anfangs meinte, in ein für allemal feststehende Ordnungen wissenschaftlicher Erkenntnisse einreihen lassen, daß sie vielfach eine veränderte Art der Erfassung erfordern. Demgemäß kümmert sich die Tiefenpsychologie mehr um die spezifische Seinsart des von ihr beackerten Gebietes, des Seelischen, die, wie sich immer deutlicher zeigt, keineswegs identisch ist mit der Seinsstruktur anderer Wissenschaftsgebiete, der Naturwissenschaften, der Mathematik, der Geschichte usw., und somit auch eine veränderte Art der Zuwendung verlangt. Dadurch haben sich aber die psychologischen Fragestellungen ihrerseits dem Bereich der Philosophie genähert. Denn diese läßt nun vielfach die Neigung erkennen, von ihrem hohen Kothurn herabzusteigen, d. h. sie stellt ebenfalls die Frage nach der Seinsstruktur der verschiedenen Seinsgebiete, sie wird zur Seinsphilosophie. Sie behandelt also (da uns ja alle Gebiete nur im Spiegel des menschlichen Daseins zugänglich sind) dasselbe Grundthema wie die Tiefenpsychologie; sie ist somit lebensnäher geworden. Bemerkenswerterweise sind diese im Bereich der neueren Philosophie wirkenden Antriebe von ganz anderen Stellen des geistigen Raumes ausgegangen, keineswegs von psychologischen Fragestellungen; aber beide haben sich wie in einem Tunnel im Berg des Seins getroffen, wenn sie sich auch vielfach noch gegenseitig mit dem traditionellen