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Der vorliegende Versuch soll eine abrißartige Betrachtung und Darstellung eines Gebietes bringen, das in seiner komplexen Weitläufigkeit einer systematischeren Beschreibung bedarf, als sie in diesem Rahmen zu geben möglich ist. Es wird notwendig sein, gewisse Vorstellungen apodiktisch einzuführen, wobei gehofft werden darf, daß der Vorwurf des unkritischen Dogmatismus durch den Hinweis auf eine vor der Fertigstellung stehende größere Arbeit vermieden werden kann.
Gewichtige Gründe sprechen gegen eine ungebührliche Ausweitung des Symbolbegriffs; jedoch scheint es, als ob die in der Literatur beschriebenen Unterscheidungen, wie etwa die zwischen Symbol und Zeichen, Symbol und Allegorie, Symbol und Signal usw., auf einigermaßen willkürlichen, ja geradezu gewaltsamen Kriterien beruhen, die sich bei näherer, besonders psychologischer Analyse mehr als äußerlich so erscheinender denn als echter innerer Gegensatz erweisen. So wird z. B. von manchem Autor darauf hingewiesen, daß das Zeichen dem bezeichneten Gegenstand oder Akt in rein konventioneller Weise zugeordnet ist oder als Signal eine reine Ursache-Wirkung-Beziehung ohne inhaltliche Ähnlichkeit mit dem Signalisierten anzeigt, während das Symbol schon in seiner ethymologischen Herkunft vom griechischen symbolon (= dem Zusammenpassen der Hölzer, die als Erkennungszeichen für den Gastfreund in Griechenland galten), einen inneren Zusammenhang mit dem Symbolisierten voraussetzt.
Nun stellt es sich jedoch heraus, daß selbst scheinbar rein konventionelle Zusammenhänge häufig weder rein noch konventionell sind, sondern unter anderem auch einstmals wichtige Bedeutungszusammenhänge darstellen,