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Lassen Sie mich mit einem Ereignis der jüngsten Vergangenheit beginnen: mit dem II. Internationalen Kongreß für Gruppen-Psychotherapie, der soeben in Zürich stattgefunden hat2. Waren es beim I. Internationalen Kongreß in Toronto im Jahre 1955 etwa 250 Teilnehmer, so diesmal rund 550, und zwar aus allen Teilen der Welt. Neben den die Vormittage ausfüllenden gemeinsamen Hauptsitzungen waren nicht weniger als neun verschiedene, gleichzeitig tagende Sektionen gebildet, in denen nachmittags besondere Formen und Anwendungsgebiete der Gruppen-Therapie studiert wurden (analytische Gruppen-Psychotherapie, Gruppen-Psychotherapie mit Kindern und Eltern, Gruppen-Therapie mit stationären Kranken, Gruppen-Therapie in der ärztlichen Praxis, Gruppen-Psychotherapie und Soziometrie, Gruppen-Psychotherapie und Psychodrama, soziale Psychiatrie, Technik der Gruppen-Psychotherapie sowie besondere Anwendungen und Methoden in der Gruppen-Psychotherapie). Außerdem wurden anschließend in sieben Arbeitsgemeinschaften noch besondere Probleme der Gruppen-Psychotherapie behandelt, und zwar: das Psychodrama von Moreno; das Problem des „Acting-out“; die Arbeit mit Delinquenten; die Ausbildung zum Gruppen-Psychotherapeuten; Gesichtspunkte bei der Zusammenstellung der Gruppe; Gruppen-Psychotherapie bei Alkoholikern und Medikamentsüchtigen und schließlich Gruppen-Psychotherapie in Industrie und Verwaltung.
Eine derartige Fülle und Differenziertheit der Themen zeigt wohl deutlich, in welchem unvorhergesehenen Maße die Gruppen-Psychotherapie sich in den letzten beiden Jahrzehnten durchgesetzt hat! Sie ist heute nicht mehr ein Notbehelf, um mit möglichst wenig Ärzten bei möglichst vielen Patienten möglichst viel zu erreichen, sondern sie hat ihr eigenes Lebensrecht erworben und ist aus dem Arsenal unserer psychotherapeutischen Methoden einfach nicht mehr wegzudenken.
Übrigens stand in dem Begleitbrief zu dem mir zugeleiteten Bericht eine persönliche Beobachtung, die — gerade weil si