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Kaum einen Monat nach dem II. Internationalen Kongreß für Gruppen-Psychotherapie, der in großem Rahmen und unter Teilnahme von über 500 Vertretern aus allen Ländern der Welt Ende August 1957 in Zürich stattfand, erfolgte, von der wissenschaftlichen Welt Europas kaum wahrgenommen, ein anderer Kongreß für Gruppen-Psychotherapie in Südamerika. In Zürich gaben sich „die Großen“ der Gruppen-Therapie ein Stelldichein; statt vieler Namen seien nur genannt Moreno, Slavson, Foulkes. In Buenos Aires war der Kreis wesentlich kleiner, und von den dort führenden Vertretern dürften nur wenige Namen im mitteleuropäischen Raum bekannt sein — eher schon im anglo-amerikanischen. Beiden Kongressen gemeinsam war eine Überfülle von Arbeiten sowie deren Aufgliederung in Hauptreferate, die an den Vormittagen durch die von der Kongreßleitung vorher damit Beauftragten erstattet wurden, während die Nachmittage den jeweils zugehörigen freien Referaten sowie besonderen Arbeitsgemeinschaften vorbehalten blieben.
Ein charakteristischer Unterschied zwischen beiden Kongressen bestand in folgendem: Sowohl in Zürich wie in Buenos Aires kamen die verschiedenen Formen und Richtungen der Gruppen-Therapie und Gruppen-Psychotherapie nebeneinander zu Wort. In Zürich war jedoch vielfach wegen zu sehr divergierender theoretischer Grundkonzeptionen in der gemeinsamen Diskussion eine Verständigung kaum möglich. Immer wieder ergab sich, daß jede Richtung mit dem gleichen Begriffe oftmals ganz Verschiedenes meinte, wie dies besonders deutlich z. B. die Diskussion über das „acting-out“ zeigte. — Ganz anders in Buenos Aires. Dort war von Anfang an eine immer spürbare Homogenität vorhanden, die sich, trotz gelegentlicher scharfer Differenzen in Einzelpunkten, besonders in den Diskussionen jederzeit bemerkbar machte — einschließlich einer einheitlichen Terminologie.
Dieser gemeinsame Hauptnenner ergab sich aus dem mehr oder minder deutlich erkennbaren psychoanalytischen Zuschnitt nahezu sämtlicher Beiträge, selbst da