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Zur selben Zeit, da an vielen Stellen der westlichen Welt die Erforschung der Schizophrenie unter psychologischen Gesichtspunkten intensiv vorangetrieben wird, entwickelt auch die somatische Schizophrenieforschung immer kompliziertere Methoden und Fragestellungen. England, so scheint es, ist heute ein Hauptzentrum dieser Forschung. Aber auch in Amerika, von vielen als das Kernland der dynamisch orientierten Psychiatrie angesehen, steht die somatisch ausgerichtete Schizophrenieforschung noch stark im Vordergrund. In dem Hauptreferat auf dem letztjährigen amerikanischen Psychiatriekongreß in Chicago setzte etwa Bailey, nachdem er sich scharf gegen alle Psychotherapie ausgesprochen hatte, seine Hoffnungen für die Lösung des Schizophrenieproblems auf die Biochemiker. Wie zahlreich, vielseitig und intensiv die Versuche sind, das Rätsel der Schizophrenie von der somatischen Seite her zu lösen, zeigt ein von Derek Richter herausgegebenes Sammelwerk. Es liefert eine Art Bestandsaufnahme der gegenwärtigen somatischen Schizophrenieforschung, dargeboten in neun Arbeiten englischer Autoren, die alle Fachleute auf ihrem Gebiet sind. Wie sieht diese Inventur aus?
Die erste Arbeit stammt von Lindford Rees. Sie befaßt sich mit den „körperlichen Charakteristika des schizophrenen Patienten“. Wir finden einen kurzen Abriß der Konstitutionsforschung, worin der stimulierende Einfluß Kretschmers hervorgehoben wird. Dann wird über neuere und genauere Forschungsmethoden auf diesem Gebiet berichtet. Rees bespricht die Faktorenanalyse und die Methoden von Sheldon und Lindegarde. Manfred Bleulers Arbeiten über den acromegalen Habitus bei bestimmten Schizophrenen werden erwähnt. Der Verfasser befaßt sich schließlich mit den genetischen Forschungen Kallmanns und den Untersuchungen verschiedener englischer Autoren über cardiovaskuläre Erscheinungen bei Schizophrenen. Nach der Ansicht Rees' weisen in der Gruppe der Schizophrenien die modernen Methoden der Analyse und Variationsbestimmung mehr in R