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Für jeden an der Psychoanalyse Interessierten wird es immer schwieriger, sich darüber zu orientieren, welche Fortschritte diese in den letzten Jahren in den verschiedenen klinisch-therapeutischen Anwendungsdisziplinen gemacht hat. Es ist deshalb besonders begrüßenswert, daß sich unter der Leitung von S. Nacht eine Reihe von Spezialisten zusammengetan haben, die vorliegende Arbeit, die einem solchen Verlangen weitgehend entgegenkommt, zu veröffentlichen.
Die Anwendungsmöglichkeit der psychoanalytischen Therapie hat sich seit den Anfängen immer mehr und mehr erweitert, was nicht ohne eine gleichzeitig vorsichgehende Vertiefung der theoretischen Rückschlüsse und Arbeitshypothesen verstanden werden kann. Bei Beibehaltung der von Freud selbst und seinen frühesten Mitarbeitern erarbeiteten Funde ist es für eine Wissenschaft, die sich um den lebenden Menschen in seinem Gesundsein wie in seiner psychologischen Krankheit bemüht, selbstverständlich, daß nicht alle Forscher in allen Fragen miteinander übereinstimmen. Wir erachten es als ein Zeichen von Dynamismus und Lebendigkeit, daß verschiedene Meinungen sich in einem kollektiven Werk manifestieren durften, das sich den oben erwähnten weiten Rahmen zum Ziel gesetzt hat. Die meisten Mitarbeiter sind in ihrer täglichen Arbeit weitgehend auf das von ihnen behandelte Problem theoretisch und praktisch spezialisiert und haben teilweise Originalbeiträge dazu geliefert.
Es ist leider nicht möglich, in diesem Hinweis auf Einzelbeiträge einzugehen, und wir beschränken uns darauf, die wichtigsten behandelten Themen anzuführen: Problematik der psychoanalytischen Behandlung bei den verschiedenen psychopathologischen Erscheinungen; Prinzipien und aktuelle Methoden der Behandlung; die Objektbeziehungen; Psychoanalyse des Kindes; Neurobiologie und Psychoanalyse; psychosomatische Medizin; Behandlung der Psychosen; Psychohygiene usw.