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Der zweite Band dieser Veröffentlichungen ist vor allem klinisch orientiert. An Hand von therapeutischem Material wird unter anderem versucht, der Bedeutung der so häufig auftretenden Todes-Problematik in der Zwangsneurose
nachzugehen; ein anderer Autor unternimmt es zu untersuchen, ob die frühen Theorien Freuds über die Beziehungen zwischen Phobie und Angstneurose im Lichte der weiteren Entwicklung der psychoanalytischen Theorie nicht neu zu formulieren sind. In fast allen Arbeiten wird auch die Frage der Objekt-Beziehungen aufgeworfen, die in der heutigen Diskussion eine große, man möchte fast sagen übergroße Stelle einnimmt. Ihr ist ein spezieller Artikel gewidmet, der kritisch und vielleicht etwas zu polemisch kürzliche Äußerungen anderer Autoren zu beleuchten versucht.
Lagache hat einen hochinteressanten Beitrag unter dem Titel: „Deuil pathologique“ beigefügt. Er versucht darin, einem Fall pathologischer Trauer, den er vor 20 Jahren behandelte und über den er früher verschiedentlich berichtet hat, eine neue theoretische Erklärung abzugewinnen. Es handelt sich um eine Frau, die im Alter von 44 Jahren in einen schweren depressiven Zustand verfiel, nachdem ihr zwanzigjähriger Sohn bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Auf Grund seiner inzwischen wesentlich größer gewordenen klinischen Erfahrung sowie der allgemeinen theoretischen Fortschritte der Psychoanalyse liefert der Verfasser einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Verständnis des Trauerprozesses.
Weitere Artikel sind der Bedeutung der Psychoanalyse für den praktischen Arzt und dessen Einführung in diese, sowie der analytischen Psychotherapie älterer psychisch Kranker gewidmet.
Besondere Erwähnung verdient noch die Arbeit von Lefort über die Behandlung eines psychotischen Kindes. Verfasserin zeigt darin sehr überzeugend, wie in der Übertragung primitivste psychische Mechanismen verstanden und für den Heilungsprozeß nutzbar gemacht werden konnten.