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Die Psychoanalyse ist aus dem Studium von Symptomen hervorgegangen, die die Anpassung des Individuums an die enge psychologische Umgebung erschwerten oder sogar unmöglich machten. Sigmund Freud, der Schöpfer dieser revolutionierenden Wissenschaft, ist im Laufe seiner weiteren Entdeckungen dazu geführt worden, die individuellen psychopathologischen Erkenntnisse auf den weiteren Rahmen soziologischer Gegebenheiten anzuwenden. Er versuchte es nicht nur, die positiven schöpferischen menschlichen Erzeugnisse und Beziehungen besser zu verstehen, sondern auch die destruktiv-zerstörerischen Menschheitsverhalten.
In engster Anlehnung an die Werke Freuds und seiner hervorragendsten Schüler unternimmt Alix Strachey den Versuch, dem Problem nachzugehen, welche psychologischen Motive an der Herbeiführung von Kriegen mitverantwortlich gemacht werden können und welches die vor allem unbewußten Vorgänge sind, die Grausamkeiten ermöglichen, die in Friedenszuständen mit schwersten Strafen bedacht werden würden, die die übergroße Zahl der an ihnen Beteiligten als Individuen sonst nie begehen würden.
In vorbildlicher Weise wird uns im ersten Teil des Werkes die Entwicklung und die schließliche Konsolidierung der Triebe unter einem Generalnenner, von der Geburt bis zur schließlichen Reife des Erwachsenen, vorgetragen. Die dialektische Auseinandersetzung und Höherentwicklung zwischen den Instinkten und den sich allmählich herausbildenden Instanzen des Ichs, entsprechend den von der Psychoanalyse erkannten psychobiologischen Entwicklungsphasen, ist in kaum einer anderen Arbeit so klar durchgeführt worden.