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Es ist nicht ganz einfach, einem so umfangreichen Sammelwerk, an dem sich mehr als 40 namhafte Wissenschaftler beteiligt haben, in einer Besprechung wirklich gerecht zu werden. Wie Meng, der Herausgeber der Bücherreihe „Psychohygiene - Wissenschaft und Praxis“, in seinem Geleitwort ausführt, entstammt die Idee für dieses Buch der Arbeitsgemeinschaft für Psychohygiene an der Universität Basel. Das Buch ist als eine unmittelbare Fortsetzung für das erste Werk „Psychohygiene, Grundlagen und Ziele“ gedacht.
Eingeführt wird das Sammelwerk durch einen Artikel der Herausgeberin Maria Pfister-Ammende über „Wesen und Aufgabe der geistigen Hygiene“. Seinen Abschluß erhält das Buch unter dem Titel „Geistige Hygiene — Realität und Utopie“, eine Formulierung, unter der H. Meng noch einmal die Problematik des seelischen Gesundheitsschutzes umreißt.
Maria Pfister-Ammende führt uns aus, daß es zu den Zielen der geistigen Hygiene gehört, dem leib-seelisch Geschädigten zu helfen, ihn jedoch vorher aktiv vor gesundheitlicher Gefährdung zu schützen. Die „echte Beheimatung des Menschen in seiner sozialen und menschlichen Umwelt“ sei hierfür die Grundvoraussetzung. Die Menschheit sei bedroht durch sich selbst und jeder einzelne stehe vor der Frage, ob die heutige Lebensbedrohung eine echte Integration bewirken werde oder nicht. In der in diesem Zusammenhang zitierten Formulierung von Rees sei das Ziel der geistigen Hygiene, „daß die Menschen imstande seien, mit ihren Mitmenschen in einer Welt zu leben“.
Die Bewegung der geistigen Hygiene ist ein Kind des 20. Jahrhunderts. Sie entwickelte sich auf wissenschaftlichem Neuland und hat noch heute sowohl die „Stoßkraft und den Enthusiasmus wie Vielfalt und Uneinheitlichkeit als Hauptcharakteristikum einer jungen Bewegung“. Die ersten Anfänge dieser Bewegung lagen in Reformbestrebungen, die der Behandlung von Anstaltsinsassen galten. Die Behandlung von Nerven-und Geisteskrankheiten, ebenso wie die Prophylaxe von Neurosen, wurde schließlich das wei