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Der 1. Teil des Buches enthält 4 Vorträge, welche die Autorin 1930 vor einem Kreis von Horterziehern der Stadt Wien gehalten hat. Dieser Teil, der den Kern des Buches ausmacht, wird am besten charakterisiert durch ein Zitat aus dem Vorwort der Autorin: „Die 4 Vorträge wenden sich an einen Kreis von Erziehern und Lehrern, für den das unbewußte Seelenleben, die infantile Sexualität und der seelische Konflikt im Innern der kindlichen Persönlichkeit noch neue und unbekannte Vorstellungen waren. Als Einführung in eine fremde Welt von Gedanken und Tatsachen sind diese Vorträge aufs einfachste gehalten, rechnen mit Vorurteilen und Widerständen und lassen reichlich Raum für die Erklärung der Terminologie und Grundbegriffe der psychoanalytischen Wissenschaft, von deren Anwendbarkeit auf die Erziehungsprobleme sie ihr Publikum erst überzeugen wollten.“
Diese Art der Einführung erscheint auch heute noch von hohem Wert für die Erzieher aller Kategorien in Deutschland und als ein methodisches Vorbild für alle, die Erziehern psychoanalytisches Wissen vermitteln wollen.
Wenn es im Vorwort Anna Freuds weiter heißt: „Die drei zusätzlichen Arbeiten entstammen den Jahren 1947-1953 und damit einer Zeit, zu der die Psychoanalyse sich ihren Platz im Denken der westlichen Kulturwelt schon gesichert hatte und in der bei Hörern und Lesern nicht mehr Erstaunen und Unglauben, sondern erwartungs- und verständnisvolles Interesse vorausgesetzt werden konnte“, so trifft diese Veränderung in der Einstellung der Umwelt für Deutschland nicht im gleichen Maße zu. Vielmehr meinen wir, daß in den Kreisen der Erzieher in Deutschland zwar eine Fülle von Begriffen kursiert, die aus den verschiedensten Richtungen der Tiefenpsychologie und Psychotherapie stammen und eklektisch verwandt werden, daß die eigentlichen psychoanalytischen Grundbegriffe und ihre Bedeutung für