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„Die Psychoanalytische Studie des Kindes“ ist eine vorwiegend amerikanische Jahresschrift. Das Buch, das auf 470 Seiten neunzehn Arbeiten über Theorie und klinische und angewandte Psychoanalyse enthält, kann nicht erschöpfend referiert werden. Es sollen nur einige Arbeiten herausgegriffen werden, um dem Leser einen Eindruck von dem Charakter und Umfang der Veröffentlichung zu vermitteln.
Phyllis Greenacre schreibt über ‚Experiences of Awe in Childhood‘. Die Übersetzung des Titels stößt auf Schwierigkeiten: ‚Erlebnisse von Ehrfurcht im Kindesalter‘ gibt den Reichtum des englischen Wortes ‚awe‘ nicht völlig wieder. Es bedeutet ein Gefühl, das eine Mischung von Ehrfurcht, Staunen, Schrecken und Bewunderung darstellt. Phyllis Greenacre baut ihre Untersuchung auf fünf literarische autobiographische Berichte auf, die sie mit eigenen klinischen Beobachtungen in Verbindung bringt. Sie führt das Erlebnis der Ehrfurcht auf die Beobachtung des väterlichen Penis im Alter von vier bis fünf Jahren zurück. Im Mädchen löst das Erlebnis eine stärkere Reaktion aus als im Knaben. Ihre klinische Erfahrung bestätigt eine solche spezifische Kindheitserinnerung. Andererseits erscheint die Einschränkung auf eine solche spezifische Erinnerung eine recht enge zu sein. Nach der Ansicht des Referenten kann die Bedeutung der Mutterfigur in solchen wichtigen Erlebnissen nicht ignoriert werden. Das scheint auch durch eines der von der Autorin angeführten Beispiele, in der der väterliche Zorn über die Fehlgeburt einer Stute, die durch Überarbeitung des Tieres veranlaßt worden war, bestätigt zu sein. Das sind Ängste, die auf weitreichende konfliktvolle Erlebnisse bezüglich der Mutter und ihres inneren Besitztums zurückgehen.
Im Gegensatz zu dieser Arbeit, die sich auf klinische und literarische Beispiele stützt, steht der nächste Beitrag aus der Feder von Heinz Hartmann, ‚Bemerkungen zum Realitätsprinzip‘, der rein abstrakter Natur ist. Diese Arbeit folgt einer Reihe früherer Veröffentlichungen des A