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Herausgeber und Schriftleitung dieses Buches beabsichtigen, mit ihm die Tradition der seinerzeit eingegangenen „Zeitschrift für Kinderforschung“ wieder aufzunehmen. Es soll wissenschaftlich theoretischen und empirischen Veröffentlichungen Raum gegeben werden, die das Fachgebiet der Jugendpsychiatrie betreffen, und es soll gleichzeitig ein enger Kontakt mit den Nachbardisziplinen gepflegt werden, so daß ein reger Erfahrungsaustausch möglich ist. Das Jahrbuch ist gleichzeitig Fachorgan der Deutschen Vereinigung für Jugendpsychiatrie und wird dementsprechend auch Berichte über wissenschaftliche Tagungen und Kongresse sowie personelle Mitteilungen, Institute usw. bringen.
Im ersten Band sind entsprechend dieser Planung eine Reihe von Originalarbeiten aufgenommen worden, sodann eine Reihe von Übersichtsreferaten und schließlich zwei Tagungsberichte.
Die Originalarbeiten enthalten Beiträge zu den verschiedensten Themen. Interessant sind die Darstellungen von H. Lange-Cosack und R. Mattheis über „Das psychische Verhalten von Kindern und Jugendlichen mit poliomyelitischen Dauerlähmungen“. Bei 75 Patienten, über die katamnestische Erhebungen vorlagen, zeigte es sich, daß der überwiegende Teil dieser Patienten verhältnismäßig gut an den Zustand der bleibenden Behinderung angepaßt war, nur 15 hatten nach außen hin erkennbare Anpassungsschwierigkeiten. Bei fast allen Patienten, die Anpassungsschwierigkeiten hatten, fanden sich mehr oder weniger grobe Umweltschäden, bei einem Teil allerdings auch Anlagemängel. Das körperliche Selbsterlebnis der gelähmten Patienten ließ sich gut durch Plastilinarbeiten beobachten. Die Patienten wurden aufgefordert, aus buntem Plastilin eine menschliche Figur zu kneten, und boten hierbei charakteristische Auffälligkeiten.
Neben dieser Arbeit über affektive Reaktion auf schwere körperliche Behinderung finden wir Beiträge zu den wichtigsten psychopathologischen Erscheinungsbildern im Kindesalter: Zwangsneurotische Erscheinungen (Hans Zulliger), Problem