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Das Buch besteht aus drei Hauptteilen: Institutionen, Probleme archaischer Kulturen, drei Handlungsarten und drei Weltansichten. In einem einleitenden Kapitel erklärt der Verfasser, seine anthropologischen Studien hätten ihn zwangsläufig in sozialphilosophische, geschichtliche und damit Ursprungsprobleme geführt. Die Philosophie müsse „die Realitäten, von denen sie aussagen will, selbst erst freilegen“ und dafür eigene, kritische Begriffe bereitstellen. Als „nicht weiter auflösbare Rückstände einer eindringlichen Analyse“ von empirischer Philosophie aus ergäben sich „Kategorien“. „Der Verfasser beansprucht, eine Reihe von Wesensmerkmalen (Kategorien) des archaischen Menschen und seiner Kultur gefunden zu haben.“ Der Anspruch, „sämtliche Kategorien erhoben, also den Menschen ausdefiniert zu haben, wird nicht erhoben“. „Ohne gewisse Voraussetzungen wäre es überhaupt unmöglich gewesen, weiterzukommen.“ Als Voraussetzungen, die übrigens bereits Befunde darstellen, werden zwei besonders betont: der Mensch als handelndes Wesen (woraus sich kulturanthropologisch eine Handlungslehre ergäbe) und die fundamentale Bedeutung der Institutionen (was eine „Philosophie der Institutionen, einschließlich der Frage ihrer Ursprünge und Primärformen“ ergäbe). Von Institutionen „hängt alle Stabilität bis in das Herz der Antriebe hinein, jede Dauer und Kontinuität des Höheren im Menschen zuletzt ab“ (alles bisher Zitierte siehe Seite 7-11).
Gehlen geht „von der nicht zu bezweifelnden Tatsache aus, daß menschliche Bedürfnisse jeder Art, angeborene und neu entstehende, durch gesellschaftliche Arbeit erfüllt werden, welche … darin besteht, die unmittelbar vorfindbaren Dinge so weit zu verändern, daß jene mannigfaltigen Bedürfnisse sich an ihnen orientieren und erfüllen können“. „Zwischen die menschlichen Bedürfnisse und Antriebe jeder Art und ihre Erfüllungssituationen tritt also ein intelligentes, praktisches Verhalten, ein Handeln, das nun wiederum den ganzen gesellschaftlichen Zusammenhang