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Die Leistung des Buches besteht in der Synopsis der christlich-metaphysischen Auffassung der Geschlechtlichkeit des Menschen mit der Freuds.
Die umfassende Bedeutung des geschlechtlichen Lebens für die Gesamtpersönlichkeit wurde von Freud und vor ihm in der christlichen Offenbarung gesehen. Das Geschlechtliche darf nicht nur biologisch verstanden werden, sondern metaphysisch. Die Geschlechtserziehung kann nicht durch eine einmalige Aufklärung erfolgen. Sie ist ein Teil der Gesamterziehung. Erzieher und Erzogener stehen in einer personalen Beziehung, die wiederum in der Verbundenheit der beiden in Gott begründet ist. Die Auffassung des Autors steht im Gegensatz zu der Kinseys. Er sucht nach dem Sinn der geschlechtlichen Liebe und zitiert Jakob Böhme: „Die getrennten Geschlechter seien endlich im Bildnis Gottes verwurzelt.“ Eine naturwissenschaftliche Betrachtung der Sexualität lehnt Müller-Eckhard ab. Der Versuch, aus biologischen Fakten eine Norm für das sexuelle Leben abzuleiten, muß zu einer immer tieferen Verwirrung des Menschen führen. Die Norm, die der Autor meint, ist eine, die aus der göttlichen Seinsordnung selbst stammt und der sich der Mensch fügen muß, will er den Sinn des Geschlechtlichen erfassen.
Es wäre wünschenswert, wenn viele, die Kinder und Jugendliche erziehen, dieses Buch lesen würden. Es ist mutig und zwingt den Lesenden, Stellung zu beziehen.