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Jeder Psychoanalytiker ist sicherlich Patienten begegnet, unter deren unbewußten Phantasien sich auch eine sehr merkwürdige befand, in der der Kranke sich selbst mit Gott identifizierte. Eine solche megalomanische Phantasie wäre kaum verständlich, wenn wir nicht wüßten, wie eng die Vorstellungen von Gott und Vater zusammenhängen, so eng, daß, vom rein psychologischen Standpunkt aus, die erste einfach als vergrößerte, idealisierte und projizierte Form der zweiten angesehen werden kann. Die Identifizierung des eigenen Ich mit dem geliebten Objekt begegnet in einem gewissen Ausmaß bei jeder Neigung und ist ein regelmäßiger Bestandteil des Verhaltens eines Knaben seinem Vater gegenüber; jeder Knabe ahmt seinen Vater nach, stellt sich vor, daß er der Vater sei, und bildet sich bis