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Wie weit wir noch entfernt sind, von objektiven Kriterien hinsichtlich der Beendigung psychoanalytischer Behandlung sprechen zu können, mag das Ergebnis einer Umfrage andeuten, die an einen größeren Kreis von Analytikern gerichtet hat: die Mehrzahl derer, die überhaupt eine Antwort auf diese Frage gaben, gestanden zu, daß ihre Kriterien überwiegend intuitiver Natur seien.
Das Thema hat in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmende Beachtung erfahren. Das mag zum Teil mit einer allgemeinen Tendenz zusammenhängen, die analytische Technik zu verfeinern, sie in der wechselseitigen Durchdringung von Theorie und Praxis zu einem ebenbürtigen Faktor werden zu lassen und durch kontrollierbare und vergleichbare Methodik ein breiteres Erfahrungsgut zu erhalten, welches uns vor dogmatischer Spekulation bewahren und fruchtbare Neuansätze in der Erkenntnisgewinnung ermöglichen soll. Zu einem anderen Teil mag diese vermehrte Zuwendung zu unserem Thema auch dadurch bedingt sein, daß die Psychoanalyse sich in Ländern konsolidieren konnte, die einen ausgeprägteren Sinn für pragmatische Anwendung und Realitätserfordernisse haben und gerade auch auf dem Gebiete der klinischen Anwendung einer zuvor wesentlich auf die Privatpraxis beschränkten Methode Erfahrungen sammeln konnten.
Damit verbindet sich bereits aber ein Drittes: die soziologisch andersartige Struktur des Krankengutes. Die sozialen Lebensumstände der Kranken, ihre vermehrte Abhängigkeit von. überindividuellen Zusammenhängen wirtschaftlicher, beruflicher, räumlicher, versicherungsrechtlicher Art und manches andere zwingen immer mehr dazu, solche Faktoren als Realfaktoren in eine Behandlung für Indikation und Verlauf einzukalkulieren. Es wird für eine Psychoanalyse freilich immer entscheidend bleiben, daß der Patient nicht auf der Änderung der Realfaktoren durch den Arzt als den großen Magier beharrt, sondern sich mit dem auseinanderzusetzen lernt, was ihm in der