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Die Entscheidung, wann eine Analyse den Zeitpunkt ihrer zweckmäßigen oder notwendigen Beendigung erreicht hat, ist oft schwer zu fällen. Die beste Art des Endens einer Behandlung ist diejenige, bei der diese Frage sich gar nicht als eigentliches, akut zu entscheidendes Problem stellt, sondern durch eine langsam beim Analysanden und Analytiker erwachsende Gewiß-heit überflüssig gemacht wird. Eine sehr schlechte Art der Beendigung ist diejenige, bei der alles von rational gehandhabten Kriterien abhängig gemacht wird, sei es, daß man in eine chaotische Situation hineingeriet oder daß man von nicht einkalkulierten Realfaktoren überrascht wird und nun nicht mehr auf natürliches Wachstum in einem Reifungsprozeß vertrauen kann, sondern sich zu einer raschen Entscheidung gedrängt fühlt. Statt mit Nachdenklichkeit und in abwartender offener Haltung zu reagieren, beruft man sich dann leicht auf ein Pseudowissen und eine scheinbar exakte Technik.
Strenggenommen gibt es eigentlich nur Gesichtspunkte, unter denen man die Frage nach der tunlichen Beendigung mehr oder weniger systematisch erörtern kann, aber selten oder nie eindeutige Kriterien, welche zu einem klaren Ja oder Nein führen. Denn die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt der Beendigung hängt wesentlich von dem Ziel ab, nach dem der Patient strebt und welches der Therapeut in der Behandlung für erreichbar oder zweckmäßig hält. Dieses kann sich aber in der Behandlung ändern. Es ist falsch, wenn die Frage nach Kriterien der Beendigung im konkreten Fall erst am Schluß längerer Behandlung auftaucht oder gar dann, wenn die Analyse ungünstig verläuft. Sie spielt vielmehr schon — mehr oder weniger klar bewußt — in die Anamnese hinsichtlich Differentialindikation und Prognose hinein, und sie hat die ganze Analyse beiläufig zu begleiten. Sie darf sie freilich nicht in ihrem Wesen dadurch stören, daß ein starres