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Fletcher unternimmt den ebenso verdienstvollen wie schwierigen Versuch, den Knäuel der wichtigsten älteren und neueren Instinkttheorien zu entwirren, um eine den verschiedenen Schulen gerecht werdende, umfassende und wohlfundierte Instinktlehre zu formulieren. Er unterzieht den immer noch umstrittenen Instinktbegriff einer neuen Prüfung und untersucht seine Gültigkeit und Nützlichkeit für die vergleichende und die Humanpsychologie. Sein Vorgehen erinnert etwas an die von Galton angewandte Methode des Übereinanderkopierens der Photographien verschiedener Individuen, wodurch das allen Gemeinsame, „Allgemeingültige“ deutlicher zum Ausdruck kommt, allerdings auf Kosten klarer, scharf umrissener Konturen. Ein solcher Versuch hat somit seine Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite wird ein zerstreutes, kaum mehr überblickbares Material gesammelt und zu einer Einheit verschmolzen (was natürlich große Vorteile hat), anderseits aber besteht die Gefahr, daß eine Reihe anregender Konzeptionen und Arbeitshypothesen zu einer amorphen Masse Wissen, zu einem rein formalen Gebilde zusammenschrumpft (was zweifellos von Nachteil wäre).