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Das Buch ist in 2 Hauptteile gegliedert. Im ersten Teil wird das Thema Kind und Krankheit, im zweiten Teil das Thema Kind und Tod abgehandelt. Die Krankheit des Kindes ist nicht nur ein medizinisches, sondern ein sehr vordringlich psychologisches und pädagogisches Problem. Sowohl die Eltern als auch der Arzt müssen dies wissen. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei einem Kind angeborene Mängel vorliegen,
oder eine länger dauernde chronische Erkrankung mit ausgedehntem Krankenhaus- bzw. Heilstättenaufenthalt erforderlich ist. Hier erwachsen also Eltern wie Ärzten wesentliche Aufgaben, die heute vielfach übersehen werden. Die Eltern fallen oft in den Fehler der zu großen Liebe, der übermäßigen Ängstlichkeit und Besorgtheit, oder sie sehen bei angeborenen Störungen über die Defekte völlig hinweg, ohne dem Kind die nötige Hilfe zu leisten, diese Defekte wirklich psychisch zu verarbeiten. Eine Erkrankung wird von dem Kinde voll erlebt, es nimmt zu ihr Stellung, und sie kann weitgehende Folgen für seine Haltung und seine Entwicklung haben. Schmerzen werden oft als eine Schuld erlebt, deren sich das Kind gar nicht bewußt ist. Es ist nicht in der Lage, zwischen den Schmerzen, die die Krankheit verursacht, und denen, die der Arzt eventuell durch Injektionen oder andere Maßnahmen auslöst, wirklich zu unterscheiden. Man soll daher die Kinder nicht mit irgendwelchen Maßnahmen unvorbereitet überraschen, sondern die Dinge vorher mit ihnen besprechen. Sobald dies möglich ist, soll man ein Kind besonders bei chronischer Erkrankung oder in der Rekonvaleszenz wieder beschäftigen. Hierfür sind Schularbeiten besonders geeignet, da sie das Kind während der Krankheit einmal sinnvoll ausfüllen, ihm das Gefühl geben, etwas Wichtiges und Wesentliches zu tun, zum anderen es ihm später ermöglichen, den Anschluß an seine früheren Kameraden wiederzufinden.
Der zweite, sehr viel ausführlicher gehaltene Teil beschäftigt sich zunächst mit dem Verhältnis des Kindes zum Tod. Daß auch beim Kind unte