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Ein Bericht über die meines Wissens einzige in enger Zusammenarbeit mit einer Universitätsklinik unter streng analytischen
Gesichtspunkten arbeitende, westdeutsche Erziehungsberatungsstelle (EB). Im Mittelpunkt der 1948 von Cremerius aufgebauten, seit 1951 großzügig mit Hicog-Mitteln, später staatlich unterstützten Tätigkeit der psychosomatischen Beratungsstelle steht eine Teamarbeit, der sich ein Kreis vielseitig vorgebildeter und analytisch geschulter Mitarbeiter (Psychotherapeuten, Psychiater, Pädagogen, Psychologen, Sozialfürsorger u. a. m.) verpflichtet hat.
Der Leiter der EB ist Psychotherapeut und Kinderarzt. Hauptanliegen der gemeinsamen Arbeit für das „aus psychischen Ursachen erkrankte Kind“ ist die mit den vielfältigen Mitteln des Kinderspielzimmers bevorzugt dem Einzelfall gewidmete Kinderanalyse. Die enge Zusammenarbeit der EB mit der Univ.-Kinderpoliklinik (Leitung: Prof. Weber) ermöglicht die organische Abklärung von Krankheitsbildern bzw. stationäre klinische Behandlung einzelner Patienten. Außerdem widmet sich die EB der Elternberatung, der Schulung ihrer Mitarbeiter und der Aufklärung interessierter Bevölkerungskreise. Inzwischen konnten weitere EBs in ländlichen Kreisen der Umgebung eingerichtet werden.
In Kurzreferaten berichten Leiter und Mitarbeiter der EB über ihre Tätigkeit. Unter den wissenschaftlichen Arbeiten der EB ist besonders der in der „Praxis für Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie“ September 1955 veröffentlichte „Vorschlag eines Anamnesen-Schemas zur praktischen und wissenschaftlichen Beurteilung von Kinderneurosen“ von Schmeer und Klüwer zu erwähnen. Herzog vermittelt in seinem Referat ein anschauliches Bild von Wesen und Sinn der vom Institut propagierten Kinderbehandlung, welche die Nachreifung des neurotischen Kindes mit der Entfaltung seiner lebendigen Kräfte und schöpferischen Möglichkeiten im Spiel anstrebt. Daneben wird aber auch das offene Gespräch des Beraters mit Kind und Eltern, auch unter direkter Bezugnahme auf die