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Diese drei Publikationen haben außer dem gleichen Grundthema vieles gemeinsam, so daß sie sich nacheinander wie ein Werk lesen. Eine Gemeinsamkeit fällt dabei besonders auf, und sie kann zu dem Wunsch führen, alle möchten es lesen, die sich mit der Jugend beschäftigen. Wer aber kann sagen, daß er mit der Jugend nicht in Berührung käme? Ich meine die allen Arbeiten gemeinsame ernsthaft-liebevolle Sachlichkeit. Schulte (I, S. 5) schreibt: „Es ist ja kein Zufall, daß sich um das gleiche Problem des Jugendlichen in unserer Zeit seit Jahren schon und in offenbar noch immer zunehmendem Maße zahllose Abhandlungen, Enqueěten, Diskussionen, Kongresse, Arbeitsgruppen usw. bemühen …“ Es ist also ein Problem von großer Dringlichkeit, das aber in der Öffentlichkeit oft mit erschütternder Unsachlichkeit behandelt wird. Um so notwendiger ist es, sich mit den Tatsachen vertraut zu machen. Diese sind, auch wenn die speziell tiefenpsychologischen Gesichtspunkte oft nur am Rand erwähnt werden, für den Analytiker ebenso wichtig — kann er doch nie genug von der Welt seiner Patienten wissen.
Tatsachen werden reichlich mitgeteilt: über die körperliche Entwicklung und ihre Abweichungen (Nowack, I, S. 7 ff.), über die vielfältigen psychosomatischen Auswirkungen der Probleme des Jugendlichen (Biermann, I, S. 19 ff.), Statistik und Kasuistik zur Jugendkriminalität (Ehrhardt, I, S. 34 ff.), vom soziologischen (Kluth), pädagogischen (Krämer) und theologisch-pädagogischen Aspekt (Thier). Interpretationen und Schlußfolgerungen werden dagegen nur zurückhaltend geäußert.
Am eindrucksvollsten sind die Tatsachen, die Bondy und Mitarbeiter in