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In der Praxis begegnet man mitunter Patienten, die Übertragungsinterpretationen nicht verwerten können; der Unterschied zwischen diesen und anderen Patienten ist qualitativ, nicht quantitativ. Sie bilden keine bestimmte Gruppe, aber zu ihnen gehören Patienten, die an Charakterstörungen, sexueller Perversion, manchen psycho-somatischen Symptomen leiden, Psychopathen usw., das heißt, Personen ohne Anzeichen einer Psychose, aber mit starken Angstzuständen, sowohl Verfolgungsangst wie depressiver Angst.
Wenn man einem solchen Patienten eine Übertragungsdeutung gibt, wird sie entweder als bedeutungslos empfunden und kann nicht verwertet werden; oder sie wird vom Patienten mit scheinbarem Verständnis akzeptiert. Später aber wird dem Analytiker klar, daß sie keine Wirkung gehabt, keine Einsicht erzeugt hat.
In der Analyse dieser Patienten entdeckt man mehrere weitere Eigentümlichkeiten:
Die übliche Analyse ihrer Träume führt zu keinem Ergebnis. Sie bringen zwei Arten von Träumen; bei der einen führt der manifeste Inhalt zu unzähligen Assoziationen, es ist aber kein bedeutsamer, latenter Inhalt zu entdecken; der Traum besteht nur aus Abwehrmechanismen. Bei der anderen sind manifester und latenter Inhalt ein und dasselbe, der manifeste Inhalt ist der Traumgedanke.
Das Denken weist Defekte auf. Die Fähigkeit zu symbolisieren ist mangelhaft, man findet „symbolische Gleichungen“ (Primärvorgangssymbolisierungen), konkretes Denken; die Fähigkeit zu richtigen Schlußfolgerungen fehlt weitgehend.
Es wird heftig agiert (acting-out), oder aber die Heftigkeit erscheint in negativer Form als Passivität. Die Patienten fordern sehr viel Beachtung, sie verwickeln andere in ihre Angelegenheiten und mischen sich in die Angelegenheiten anderer ein.
Die Patienten neigen zu übermäßiger Abhängigkeit, suchen immer jemand, der ihnen möglichst viele Ichfunktionen abnimmt. Es gibt für sie
* Erweiterte Fassung des auf dem XX. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß, Paris 1957, und auf einer Tagung der Br
* Erweiterte Fassung des auf dem XX. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß, Paris 1957, und auf einer Tagung der Br