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Die archaische, quasi biologische Beziehung, die die narzißtische Vereinigung von Analytiker und Analysand darstellt, verschafft der Analyse innerhalb der psychiatrischen und medizinischen Heilmethoden eine Sonderstellung. Die narzißtische Regression spielt zwar bei allen Therapien eine gewisse Rolle; der wesentliche Unterschied bei der Psychoanalyse ergibt sich aus der Art, wie sich der Kranke in die therapeutische Situation einläßt. Der Weg, den der Kranke in der analytischen Situation durchmißt, sieht anders aus, verläuft in anderen Dimensionen und gelangt vor allem zu Ergebnissen, die den eigentlichen klinischen Rahmen übersteigen und von grundlegender Bedeutung für den betreffenden Menschen sind. Alle diese Fakten gehören zur Methode und bilden ihr besonderes Charakteristikum.
Die Erfahrung lehrt, daß die Zahl derjenigen, denen eine Analyse dienlich wäre, weit größer ist als die Zahl derer, die sich tatsächlich dazu entschließen. Es findet also eine Auslese statt, die sich aber unserer Beobachtung entzieht und nur in ihren Ergebnissen zutage tritt. Entgegen manchen Annahmen hat uns die Praxis u. a. gelehrt, daß es sich hierbei nicht nur um soziale oder wirtschaftliche Faktoren handelt. Selbst bei absoluter nosographischer Identität der Krankheitsbilder wird eine bestimmte Kategorie der Kranken die Analyse suchen, während eine andere — sehr viel zahlreichere — sie niemals auf sich nimmt. Hinzu kommt, daß man keinen Menschen gegen seinen Willen analysieren kann; man kann niemanden behandeln, der sich nicht behandeln läßt1. Nicht jeder, der eine Analyse wünscht, kann sie sich zunutze machen — geschweige denn jemand, der sie ablehnt, oder alle diejenigen, bei denen sie angebracht wäre. Im letzteren Falle wäre höchstens eine oberflächliche Anamnese möglich; strukturelle Veränderungen oder Heilung ergäben sich jedoch nicht daraus. In Übertragungsbegriffen ausgedrückt: zur Annahme der Übertragung auf den Analytiker und der daraus entspringenden Veränderungen ist zuers