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Nach mehrjähriger intensiver Psychotherapie an Schizophrenen wurde mir klar, daß schizophrene Erlebnis- und Verhaltensweisen überraschend oft die Antwort auf unbewußte Prozesse, die sich in anderen Personen abspielen, darstellen. Die enorme Bedeutung der Projektion bei diesen Kranken war mir seit langem bewußt gewesen; aber nur allmählich erkannte ich den großen, vielleicht ebenso enormen Anteil, den auch die Introjektion bei der Schizophrenie und folglich auch bei ihrer Psychotherapie hat. Theoretisch kann man natürlich bei all den Kranken, deren Ich-Grenzen so undicht sind, daß sie eine massive Projektion leicht ermöglichen, von vornherein annehmen, daß sie aus ebendemselben Grunde auch in tiefgreifendem Maße für Introjektion anfällig sind. Jedoch ist in der klinischen Praxis die Introjektion ein Prozeß, der in den meisten Fällen viel feiner, viel weniger auffällig vonstatten geht als die Projektion, und seine Entwicklung im Felde der therapeutischen Beziehung fordert vom Therapeuten ein höheres Maß von Selbsterkenntnis, als es für die Erkennung der Projektion des Patienten im allgemeinen nötig ist.
Ich glaube, die häufige Wahnvorstellung des Patienten, in magischer Weise durch äußere Kräfte (Radar, elektrische Ströme usw.) „beeinflußt“ zu werden, beruht zum Teil darauf, daß er auf unbewußte Prozesse, die in den Personen seiner Umgebung ablaufen, reagiert — in Personen, die selber diese Prozesse nicht wahrnehmen und also dem Patienten zu der Einsicht, daß jener Einfluß von einer nicht magischen, zwischenmenschlichen Quelle herstammt, weder verhelfen können noch wollen.
Ich werde diese Studie aus zwei Gründen auf die Prüfung des Einflusses der unbewußten Impulse und Haltungen des Therapeuten auf den schizophrenen