You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die ersten vier Aufsätze dieses Buches kreisen um die Probleme des Verhältnisses von Arzt und Patient. Maeder war wohl der erste, der Freuds Lehre
von Übertragung und Gegenübertragung als ergänzungsbedürftig erwies und einen Bereich der „Beziehung“ unter und hinter den Übertragungsphänomenen zu erhellen suchte. In seinem neuen Buch führt er die mit diesem Thema befaßten Gedanken von „Sendung und Aufgabe des Arztes“ fort. Maeder verleugnet nicht, wie sehr er von den Begegnungen mit Freud, Jung und Buber geprägt ist, aber die Autorität dieser überlegenen Lehrer hat ihn jenseits von Unterwerfung und Auflehnung auf seinem eigenen Weg und zu seinen eigenen Gedanken ermutigt. Diese Entwicklung ist in den Aufsätzen „Persönliche Erinnerungen an Freud und retrospektive Besinnung“ und „Mein Weg von der Psychoanalyse zur Synthese“ dargestellt. Wer den wichtigsten und originellsten Beitrag Maeders zur Entwicklung der Psychotherapie kennenlernen will, sei vor allem auf sein früheres Werk „Selbsterhaltung und Selbstheilung“ (Rascher 1949) verwiesen.