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35 Autoren, Lungenfachärzte, Internisten, Psychiater und Psychologen haben ihre Beiträge zu diesem Buch geleistet, alle bemüht, das Gewicht und die Bedeutung des Seelischen in der Lungentuberkulose von ihrem Standpunkt aus sichtbar werden zu lassen. Die Somatiker unter den Autoren versuchten dabei, in der Beschreibung der Krankheit als einer Reaktion auf Belastung (stress) bzw. Reaktion des Wirtes auf die Bazillen einen Zusammenhang mit der Persönlichkeit des Kranken zumindest offenzuhalten. Wie der Herausgeber Sparer einleitend feststellt, hat sich das frühere exogen-epidemiologische Schwergewicht bei der Tuberkulose mit der Einengung der Bazillen durch die moderne Hygiene verlagert und es stehen jetzt die Gewebs- und Persönlichkeitsreaktionen des Bazillenwirtes im Vordergrund. —
Die somatischen Auffassungen der Lungentuberkulose stehen hier einheitlich unter dem Eindruck der von Selye noch einmal ausgebreiteten Auffassung von Krankheiten als Adaptation eines unspezifischen hormonal-nervösen Abwehrsystems gegenüber Belastung. Auch wenn bei der Tuberkulose ACTH keine Wirkung zeige, die mit dem Erfolg der antibiotischen Mittel konkurrieren könne, sei die Einführung dieses Krankheitsbegriffes als ein Zugang zur Therapie wichtig.
Die psychologischen Ansätze sind demgegenüber vielfältiger und einander