You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Zur Skizzierung des Inhalts dieser interessanten Arbeit sei der Verfasser selber zitiert:
„Geplant ist eine phänomenologische Übersicht über das Verhalten des hs. Mannes in der Welt. Die Kernfrage ist die Frage nach der Haltung. Die Frage nach der Ursache ist im Plan … nicht enthalten. Die Methode der Untersuchung folgt auf der einen Seite der modernen Existenzphilosophie … auf der anderen Seite der modernen Soziologie. Über die Darstellung der abnormen Situation des Einzelfalles hinaus gilt es zu prüfen, ob Vergleiche mit anderen Fällen zulässig, d. h., ob wiederkehrende Gemeinsamkeiten des Verhaltens erkennbar sind. Schließlich muß ausdrücklich auch nach der Leistung der Norm für das abnorme Verhalten gefahndet werden. Das Material, das der Untersuchung zugrunde liegt, besteht teils aus Einzelbeobachtungen innerhalb und außerhalb der nervenärztlichen Sprechstunde, teils aus den Ergebnissen einer Umfrage mittels Fragebogen in hs. Kreisen“ (Seite 19 f.).
In der Existenzphilosophie fühlt sich der Verfasser v. Gebsattel und Zutt, in der Soziologie Bürger-Prinz und Schelsky, in der Psychotherapie E. Michel verpflichtet.
Im zweiten Kapitel setzt sich der Verfasser mit dem „ungebundenen“ hs. Mann, der nicht in einer Dauerbeziehung lebt, auseinander. Dieser folgt, so schließt der Verfasser aus seinem Material, in den demonstrierten Fällen „destruktiven Impulsen“.
In seinen Untersuchungen über „formale Bindungen“ befaßt sich der Verfasser u. a. eingehender mit dem Umfragematerial, welches von 171 Männern stammt, die ihre jetzige Beziehung als „Dauerbeziehung“ führen. An dieses Material geht der Verfasser mit besonderen Fragen heran, und zwar „in bezug auf Treue, Zusammenwohnen und Dauer“ (der Beziehung). Er legt besonderes Gewicht auf die „wichtige Rolle der konstruktiven Impulse vom Rang der Treue und des Wohnens auf den Zusammenhalt, andererseits die nicht minder wichtige Rolle der destruktiven (sic! Ref.), die auf die Dauer das Bindungsgefüge in Frage stellen … können“ (Sei