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In Fortführung der Gedanken von Rupp und Biederstedt über den Begriff der motorischen Begabung qua Geschicklichkeit als „geordnete Gestaltung der Muskelbewegungen“, führte der Verfasser eine experimentelle Untersuchung durch, bei der das Verhalten von 50 Versuchspersonen bei einer Serie von 18 motorischen Aufgaben geprüft wurde. Nach Analyse der Ergebnisse wurden sieben für die Gesamtserie als repräsentativ geltende Teilaufgaben einer Feinanalyse des jeweils geforderten Bewegungsverhaltens unterzogen. Dabei konnten drei Hauptformen der motorischen Gestaltung (Lernen neuer Koordinationssysteme, Machen einfacher Erfahrungen und räumlich-zeitliches Einprägen bestimmter Folgen von Bewegungen) aufgezeigt werden. Die motorische Gestaltung zeigt sich als von der optischen verschieden, läßt jedoch wie diese auch zwei Arten erkennen. Sie wird als innerseelischer Prozeß gedeutet, während die motorische. Anpassung als ein im Äußeren auftretendes Korrelat des Gestaltungsprozesses betrachtet wird. Nach der Art der Geschicklichkeit lassen sich zwei neue Typen unterscheiden: der Großbewegungstyp und der Kleinbewegungstyp. Großbewegungsproben sind untereinander positiv korreliert, ebenso Kleinbewegungsproben untereinander, zwischen beiden besteht jedoch keine oder sogar eine negative Korrelation. Die aufgestellten beiden Geschicklichkeitstypen lassen sich auch am Unterschied zwischen der Arbeit der großen und der kleinen Muskelgruppen aufzeigen. Sie sind vermutlich auch zentral bedingt. Der Großbewegungstyp neigt zum ganzheitlichen Auffassen