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In der amerikanischen Automobilhauptstadt Detroit hat kürzlich eine Rundfunkgesellschaft ihre Hörer gefragt, was sie bei dem Begriff „Automation“ empfänden; neunzig Prozent der Befragten antworteten: „Angst“. Wer das vorliegende Buch liest, kann diese Antwort durchaus verstehen; denn „Automation“ ist nicht nur ein Schlagwort von emotionaler Kraft, sondern kennzeichnet eine revolutionäre technische
Entwicklung, die für uns unabsehbare Folgen hat. Es ist tatsächlich noch völlig unklar, wie sich die Veränderungen in der technischen und wirtschaftlichen Welt der USA und der UdSSR für Europa auswirken werden. Deshalb sind sensationelle Schwarzmalereien von einem künftigen Roboterdasein und von Massenarbeitslosigkeit ebenso unangebracht wie romantische Utopien von wirtschaftlichem Überfluß und von einer Summierung neuer Freizeitmöglichkeiten.
Es ist das Verdienst des vorliegenden Buches, in anregender und leicht lesbarer Form die Probleme der Automation darzustellen. Wenn man dem Verfasser auch nicht immer folgen kann, so dürften seine Ausführungen doch wesentlich zur Klärung aktueller Fragen beitragen. Im Anhang werden einige Dokumente veröffentlicht, die die Debatte um die Automation bisher besonders stark beeinflußt haben. Ein Literaturverzeichnis bereichert das interessante Werk.
Im Mittelpunkt des Buches steht das Thema „Technik und Mensch“, wobei wieder einmal klar wird, daß auch in der perfekten Welt der Technik viele unkontrollierte Kräfte wirken, die kein Elektronengehirn zu enträtseln vermag. Alle diesbezüglichen Zukunftsdeutungen sind vage, und der Autor ist sich der Problematik seiner Prognosen wohl selbst bewußt, wenn er etwa schreibt: „Man kennt die Geschichte von den ‚Robber Barons‘, von den Carnegies und Rockefellers, die als Greise zu Philanthropen wurden und der Allgemeinheit riesige Stiftungen vermachten, in dem Bemühen, ihrem gewinnstrebigen Lebenswerk einen höheren, überdauernden Sinn zu verleihen. Das ist die Richtung, in der sich der Kapitalismus de