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Aufgeschlossen für die biologischen, psychologischen und soziologischen Erkenntnisse unserer Zeit entwirft Verfasser ein anschauliches Bild von der Wandlung der traditionsgebundenen zur industriellen Gesellschaft und zeigt die Gefahren derselben und die daraus resultierenden Konflikte und Fehlhaltungen mit ihren Auswirkungen auf die Erziehung der Jugend auf.
Im zweiten Teil behandelt Verfasser eingehend die praktischen Folgerungen. Er stellt in den Mittelpunkt die These von der Erziehung als Lebenshilfe im Sinne Pestalozzis. Ihre Anwendung auf die heutige Situation wird an konkreten Beispielen der Kollektiv-Erziehung heimatloser bzw. verwahrloster Kinder in verschiedenen Ländern dargestellt. Dem Kind ist eine echte Begegnung mit der Welt zu vermitteln, wobei sich nach Ansicht des Verfassers die Erziehung zur Askese als ein wesentliches Erziehungsmittel im Kampf gegen Reizüberflutung und Genußsucht erweist. Hier wie an anderen Stellen betont Verfasser die Notwendigkeit einer echten religiösen Bindung zur Neuorientierung im Chaos der erziehungsfeindlichen Einflüsse unserer Zeit. Nur vom Leben in der kleinen Gruppe könne heute noch ein echter erzieherischer Ansatz erwartet und die Jugend zu verantwortungsvoller Selbstbesinnung geführt werden.
Die gegebene Darstellung der heutigen erzieherischen Situation wird durch