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Mit seiner Studie, der Untersuchungen mit Szondis experimenteller Triebdiagnostik zugrunde liegen, gelingt es Verfasser, die Einwirkung des Filmes auf das Unbewußte, speziell das Triebleben in einem Maße klarzulegen, wie dieses bei den Arbeiten früherer Untersucher nur unvollkommen und oft wenig beweiskräftig geschah.
Ca. 1100 Berufs- und Gewerbeschülern, Volksschülern, Mittelschülern und Studenten einer mittleren Großstadt wurden in Gruppen von durchschnittlich 110 Teilnehmern insgesamt 10 Filme vorgeführt, die als Prototyp der verschiedenen Filmgattungen ausgesucht worden waren.
Eindrücklich erlebt man, wie sich unter der Filmeinwirkung das Ergebnis des im Gruppenversuch aufgenommenen Szondi-Testes in einer Form wandelt, die eindeutige Zusammenhänge mit dem psychologischen Geschehen auf der Leinwand erkennen läßt und Hinweise auf die ablaufenden Projektions-, Introjektions- und Identifikationsmechanismen gibt. Dabei bleibt sich Verfasser des Hypothetischen mancher Ergebnisse bewußt, zumal sich diese lediglich mit dem Triebaspekt befassen und sich zudem auf Gruppen männlicher Jugendlicher beschränken. Die mitgeteilten ausführlichen Gutachten zeigen, daß mit diesem Verfahren differenzierte Erlebnisabläufe beim Filmbesucher erfaßt werden können.
In einer Theorie der analytischen Filmpsychologie weist Verfasser auf die Zusammenhänge des filmischen Bilderlebens mit der Welt des Magischen, aber auch des Traumerlebens und der Hypnose hin. In der Übernahme der Leinwandkonflikte in den Konfliktbereich eigener verdrängter sozialer Ansprüche und moralischer Strebungen spielt sich das eigentliche Psychodrama ab, dem alle Zuschauer, besonders aber die labilen, gefährdeten Jugendlichen, willenlos ausgeliefert sind.
Vier Punkte führt Verfasser als wesentlich für eine gesunde Psychodynamik des Filmes an: 1. Die menschliche Verkörperung abstrakter Begriffe, wie z. B. des Rechts usw., wodurch erst eine Projektion ermöglicht wird; 2. die affektive Induktion, analog der „Anwärmung“ beim