You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
John Rosen hat 1947 in einem Artikel im „Psychiatric Quarterly“ über die Behandlung von Schizophrenen durch „direkte analytische“ Therapie berichtet. Die oft höchst dramatische Darstellung der Behandlung von 37 Fällen und der geradezu enthusiastische Optimismus des Autors mahnten von Anfang an zu vorsichtiger Zurückhaltung in der Beurteilung des therapeutischen Wertes seines drastischen Vorgehens, durch das Rosen das Unbewußte seiner Patienten direkt anzusprechen versuchte. Vorübergehend hat wohl auch die Arbeit Rosens in Deutschland mehr Beachtung hervorgerufen, als jemals in Amerika selbst, wobei in diesem Falle — wie insbesondere die hier vorliegenden katamnestischen Untersuchungen zeigen — nur zu berechtigt war, daß der Prophet im eigenen Lande nichts galt. Referent, der selbst einmal vom mutigen Einsatz John Rosens beeindruckt war, konnte beispielsweise anläßlich eines längeren Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten schon 1955 feststellen, daß Rosens Arbeit am Orte selbst von Anfang an mit großer Skepsis, jedenfalls von besonnenen Psychiatern, beurteilt wurde. Da viele der von Rosen behandelten Patienten im New Yorker Psychiatrischen Institut behandelt wurden, konnte einer der Verfasser dieses Artikels (Horwitz) mit Hilfe der ihn unterstützenden