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Die klinische Studie der beiden Autoren stellt den Versuch dar, das seltene Krankheitsbild der Haarsteinbildung im Magen solcher Kinder psychodynamisch zu erhellen, die an der Fehlhaltung des Haarausreißens und Haaressens leiden. Bei beiden Kindern wurde ein aus Haaren und Fasern bestehender, den Magen fast völlig ausfüllender Tumor entfernt. Es ist klar, daß die Neurose dadurch nicht „wegoperiert“ werden konnte. Es erfolgte postoperativ eine psychologisch-biographische Untersuchung des Kindes und seiner nächsten Beziehungspersonen. Die Verfasser stützen sich bei ihrer Interpretation auf die Theorien von Erikson und Spitz. Die erste orale Krise der Ablaktation wurde in beiden Fällen von der Mutter nicht bewältigt. Als Ersatz für den Verlust der allgegenwärtigen Mutter antwortet das Kind mit dem Lutschen bzw. Einverleiben von Gegenständen, die für die Ernährung ungeeignet sind. Die Pathophysiologie der Haarsteinbildung ist nicht bekannt. Da der Grund für die Störung in der Zeit frühester emotionaler Erfahrungen gelegt wird, ist ihre Heilung schwierig und nur durch eine radikale Milieusanierung zu erzielen. In den geschilderten Fällen stellten sich postoperativ phobische Symptome ein. Bei Fall 2 konnte eine Pseudodebilität in der Klinik geheilt und dadurch auch die Trichophagie günstig beeinflußt werden.