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Bei dieser Arbeit handelt es sich um einen interessanten kasuistischen Beitrag zum Thema des Alternierens von Symptomen.
Ein 41jähriger Patient hatte seit dem 10. Lebensjahr transvestitische Wünsche, denen er im Geheimen nachgab. Nach dem Tode der Mutter teilte er 5 Jahre lang das Bett mit dem Vater. Als dieser, im 18. Lebensjahr des Patienten, wieder heiratete, trat erstmals der Pruritus auf. Besonders während der Militärzeit verschlimmerte sich dieses Symptom, da es in der Kaserne nicht möglich war, den transvestitischen Wünschen nachzugeben. Sobald dies auf Urlauben möglich war, verschwand der Pruritus. Als der Patient geheiratet hatte, nahmen der Pruritus und die Verkleidungswünsche besonders während der vier Schwangerschaften seiner Frau zu, wobei er sich in dieser Zeit mit der Frau so sehr identifizierte, daß er z. B. Erbrechen bekam. Nur, wenn er den transvestitischen Wünschen nachgab, gingen die Pruritusbeschwerden zurück. Während der letzten drei Jahre hat der Patient (nach einer vorgenommenen Demaskulierung, wobei in der Arbeit unerwähnt bleibt, worin diese bestand) nur noch Frauenkleider getragen und der Pruritus hat ganz aufgehört.
Die Verfasser halten es für wahrscheinlich, daß auch bei anderen Patienten mit Pruritus perinei Schwangerschaftsphantasien vorhanden sind. Die genetischen Faktoren werden unter Berücksichtigung der Literatur des Pruritus und Transvestitismus diskutiert.