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Die Kritik an der Vulgärastrologie ist uns so geistreich und scharfsinnig vorgetragen worden, wie man es nur selten zu hören bekommt. Uns als
Seelsorger bewegt dabei die Frage: wie ist es zu erklären, daß alle Wissenschaftskritik, die es ja seit langem gibt, auf die gläubigen Anhänger der Astrologie nicht den geringsten Eindruck macht? Man muß sich doch fragen: was steckt dahinter? Zunächst ist die Antwort zu geben: es muß sich dabei jedenfalls um sehr tiefe Bindungen und Abhängigkeiten handeln, daß die Waffen der Aufklärungsweisheit so stumpf bleiben. Dem Aberglauben in jeder Gestalt fallen Menschen zum Opfer infolge ihrer kosmischen Weltangst, ihrer geschichtlichen Zukunftsangst, und vor allem resultiert er aus dem elementaren Glücksbedürfnis im Menschen. So wenig wie man in der Psychotherapie eine Animusbesessenheit im Leben der Frau oder eine starke Anima-Erregtheit im Leben des Mannes mit Aufklärung überwinden kann, sondern nur mit einer sehr tief eindringenden Bemühung um den ganzen Menschen, so bedarf auch die Überwindung des Aberglaubens, geboren aus der Urangst und dem Glücksverlangen, einer sehr tief eindringenden Hilfe. Mit Recht wurde in diesen Tagen gesagt: zur Integration des Menschen gehört, daß er mit sich selbst und mit seiner Umwelt in eine gute Harmonie und in vertrauensvollen Kontakt kommt. Darüber hinaus aber muß noch eine weitere Dimension genannt werden: die Heimkehr des Menschen zu Gott, die Rückverbindung mit der ewigen Liebesmacht, auf die er kraft seiner Gottebenbildlichkeit wesenhaft ausgerichtet ist. Es wurde in der sehr beachtlichen Statistik durch Herrn Hochheimer bereits erwähnt, daß Menschen, die ihre Heimat in der christlichen Kirche haben, viel weniger für die Vulgärastrologie anfällig sind als der säkulare Mensch. Es sei in dem Zusammenhang an das Wort von Meister Eckehart, dem mittelalterlichen Mystiker, erinnert: „So viel du in Gott bist, so viel bist du im Frieden; und so viel du außer Gott bist, so viel bist du außer Frieden