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Das sachlich-bescheidene Äußere dieses Bändchens birgt Fragestellungen und Versuche von ganz grundlegender Bedeutung. Hier beginnt eine Auseinandersetzung von solcher Dringlichkeit, daß ihre Fortführung, Präzisierung und ihr Ausbau — zumindest in der konkreten Anwendung theoretischer Grundsätze — als das nächste Erfordernis auftritt. Könnten diese dreizehn Autoren von ebenso vielen Universitäten nicht den Grundstein zu einer ganz neuartigen Institution legen, die wenn auch lose, frei, erweiterungsfähig, doch in Dauer-form den Puls des sozialen Organismus messen und die Atemstörungen seiner Kulturprozesse diagnostizieren würde? Was ja heute not tut, sind nicht etwa neue Deklarationen alter Menschenrechte, neue Ideologien sich wiederholender Machtbestrebungen, sondern die therapeutische Erforschung von Recht und Macht, die geduldige Ersetzung der Anmaßung durch das Angemessene für das Menschlich-Reale, unser Zusammenleben.
Läßt sich nun das „Menschlich-Reale“ überhaupt bestimmen? „Um diese Frage zu beantworten, müßten wir Bescheid wissen über die Substanz des Lebens“ — schreibt C. A. Emge („Über das Verhältnis von ‚normativem Rechtsdenken‘ zur Lebenswirklichkeit“, Seite 111). Sie sei „nicht nur etwas Soziologisches“, sie würde „jedenfalls mit dem tiefsten Ich oder dem transzendenten ‚Ding an sich‘ zu tun haben und immer nur