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Das vorliegende Buch enthält ein ausführliches Vorwort des Herausgebers, G. Clostermann, „Die Testpsychologie zwischen den beiden Weltkriegen“ und die Studie von Helma Engels.
Das Vorwort von Clostermann, das inhaltlich weit mehr gibt als der Arbeitstitel besagt, bietet dem in der Psychodiagnostik nicht speziell Informierten eine instruktive Einführung in die Grundtendenzen der psychodiagnostischen Verfahren. Allerdings wird im wesentlichen nur auf die deutsche Testpsychologie eingegangen. Es werden wohl Schweizer Autoren angeführt, während die angelsächsischen und französischen kaum benannt werden, obgleich auch dort zur Bereicherung der Psychodiagnostik beigetragen worden ist.
Engels geht es in ihrer Studie um die Frage der ganzheitlichen Erfassung von Charakterstrukturen kindlicher Persönlichkeiten mittels des Sceno-Tests. Tiefenpsychologische Aspekte werden von der Autorin in dieser Arbeit nicht berührt.
Verfasserin hat 36 Volksschulkinder (18 Jungen und 18 Mädchen der Klassen 1-6, je ein guter, mittlerer und schlechter Schüler, bzw. Schülerin) mit dem Sceno-Test untersucht. (1. Sitzung: freies Spiel mit dem Sceno-Test; 2. Sitzung: Beschreibung vorgegebener Szenen und Ausbau einer derselben; 3. Sitzung: Märchen oder Geschichte bauen nach freier Wahl; 4. Sitzung: Kontrollversuche, WZT, Binet—Simon—Norden).
Anhand der Ergebnisse mit dem Sceno-Test arbeitet die Autorin vier typische Verhaltensweisen heraus, das sachlich-planende, das spielerische, das triebhaft-umtriebige und das gehemmte Verhalten, und kommt von da zu bestimmten charakterlichen (Schichten-theorien von Rothacker u. a.) und geistigen (Dieter u. a.) Strukturen.
Verfasserin meint, daß mit der hier angewandten Untersuchungsmethode bei der Gruppe der gehemmten Kinder die eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Grundstruktur nicht möglich war. Fraglich ist auch, ob tatsächlich bei allen Vp. der anderen Gruppen (vor allem der „spielerischen“ und „triebhaft-umtriebigen“ Verhaltensweisen) Grundstrukturen erfaßt