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Bei filmpsychologischen Untersuchungen an Kindern und Jugendlichen hat sich, über einfache Verhaltens- und Ausdrucksstudien hinaus, die Kombination des Filmerlebnisses mit testpsychologischen Untersuchungen als besonders ergiebig erwiesen.
In dieser Richtung arbeitete Verfasser vom heilpädagogischen Institut Fribourg. Er ließ ca. 500 8- bis 14jährige Kinder zu einem Märchenfilm „Hänsel und Gretel“ mittels Fragebogen Stellung nehmen und analysierte vor und nach dem Filmbesuch mit dem Pigem-Test und Tu-anima-Test das Triebver-halten der Kinder.
Übereinstimmend mit andern Untersuchungen kommt Verfasser zu den Schlußfolgerungen, daß das Kind in einer stark gefühlsmäßig fundierten Reaktion den Film in seiner eigenen Welt durchaus real erlebt, sich wohl auf der Seite des Guten hält, aber doch auf die Dauer schlechten Einflüssen zugänglich werden kann. Im übrigen erlebt jedes Kind den Film individuell, indem dieser unbewußte Erlebnisbereitschaften mobilisiert. Dagegen erziehe der Film nicht zu Oberflächlichkeit und Illusionen und führe auch nicht zu Abwegigkeit und Verbrechen.
Mit einem vernünftig dosierten, der Gesamterziehung angepaßten Filmbesuch würden sich bei normalen, wie auch gefährdeten Kindern die positiven Filmeinflüsse auswirken, die besonders bei Jugendlichen zum intensiven psychischen Miterleben im Sinne der Ich-Findung anregen. Verfasser belegt diese Erfahrungen mit einzelnen ausführlichen Beispielen.
Einschränkend muß allerdings bemerkt werden, daß in der Schweiz durch eine