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Verfasser, seit Jahren als Professor für Kunsterziehung in den USA tätig, gibt in seinem vorwiegend an Eltern gerichteten Buch allgemeinverständliche Hinweise, die künstlerisch-schöpferische Tätigkeit des Kindes beim Malen und Zeichnen sehen und anerkennen zu lernen. Zeichnen und Malen sind in verschiedenen Entwicklungsphasen des Kindes eine wesentliche und oft unentbehrliche Ausdrucks- und Aussagemöglichkeit über sein Wissen von den Dingen seiner Umwelt und sein persönliches Verhältnis zu ihnen. Sie läßt sich in ihren Anfängen schon im Kritzeln der Kleinkinder erkennen.
Mit verständnisvoller geduldiger Führung in einer mehr abwartenden Haltung gelingt es, auch selbstunsichere, gehemmte und andere neurotisch gestörte Kinder aufzuschließen und ihnen mit der Schulung von Erinnerungsvermögen und Vorstellungskraft eine gesunde geistig-seelische Nachreifung zu ermöglichen. Dabei spielen die „schöpferische Ecke“ im Wohnzimmer wie auch gemeinsame „schöpferische Nachmittage“ im Familienkreis eine wichtige Rolle. In lebensnahen Formulierungen setzt sich Verfasser mit den Schwierigkeiten der Kinder in den verschiedenen Altersstufen beim Malen und Zeichnen auseinander: „Mein Kind malt schluderig — man sieht nichts als ein Gekleckse — es malt ziellos — mein Kind malt alles nur gelb — es zeichnet außer Proportion — es will realistisch malen.“
Es werden den Eltern die wichtigsten kinderpsychologischen Erklärungen für das Verhalten ihres Kindes vermittelt. Wenn z. B. ein Kind, welches unter Kopfschmerzen leidet, seinen Kopf unverhältnismäßig groß abbildet, so entspricht das nur seiner wahrheitsgetreu mitgeteilten subjektiven Empfindung, welche die Proportion beeinflußt. Es wird vor dem grundsätzlichen Fehler gewarnt, die Kunst des Kindes aus der Erwachsenensicht zu beurteilen und verbessern zu wollen. „Die Welt unserer Kinder erscheint uns fremd, weil wir vergessen haben, wie es ist, ein Kind zu sein“, sagt Verfasser an einer Stelle. Er weist auf die zahlreichen anderen Möglichkeite