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Unter der Redaktion von H. Thomae, Erlangen, erscheint diese neue Zeitschrift, deren Herausgeberkollegium sich aus einer Reihe namhafter Vertreter der wichtigen Fachrichtungen auf dem Gebiet der menschlichen Entwicklung in den verschiedenen Ländern zusammensetzt. Alle Aspekte der menschlichen Ontogenese darzustellen, die Integration der verschiedenen natur- und geisteswissenschaftlichen Forschungs-richtungen und ihrer Ergebnisse zu fördern, soll das Ziel dieser Zeitschrift
sein. Bisher liegen zwei vierteljährlich erscheinende Hefte vor (Jahresabonnement 38,50 sFr.).
H. E. Jones berichtet über Probleme und Methoden der Längsschnittunter-suchungen und bringt in einer zweiten Arbeit seine bisherigen Resultate, die er an einer seit 25 Jahren studierten Gruppe gewonnen hat und die sich auf die unterschiedlichen Grade der Konstanz verschiedener somatischer, physiologischer und psychologischer Eigenschaften im Lebenslauf beziehen.
Probleme und Ergebnisse der Alternsforschung werden in zwei Arbeiten von J. E. Andersen und K. F. Riegel erörtert.
In „A Study of Deprived Children“ (M. L. K. Pringle, V. Bossio) werden Entwicklung und Leistung von vernachlässigten Kindern mit denen normaler Schuljugend verglichen und die Intensität der Vernachlässigungsfolgen geprüft je nach dem Zeitpunkt, in dem die Trennung von der Mutter erfolgte, bzw. auch je nach der Dauer der Trennung. Insgesamt bestätigten die untersuchten Anstaltskinder die bisherigen Forschungsergebnisse.
Unter den bisherigen Publikationen sind keine, die in der Behandlung ihrer Thematik tiefenpsychologische Gesichtspunkte erörtern, und auch beim Durchsehen der angekündigten Beiträge fanden sich keine Titel, die ein Eingehen auf die Tiefenpsychologischen Aspekte der menschlichen Ontogenese erwarten lassen. In der gänzlichen Ausklammerung der Ergebnisse tiefenpsychologischer Forschung würde unseres Erachtens ein großes Hindernis liegen, das angestrebte Ziel zu erreichen, nämlich „… jenes Gebiet gesamthaft zu repräsentieren